Badewannenlift: Alles, was Sie über das doppelfunktionale Hilfsmittel wissen müssen

Michaela König-Joseph
Zuletzt aktualisiert:
24. November 2022
Lesezeit:
15 Minuten

Ein warmes Bad ist für Menschen in jedem Alter eine pure Wohltat. Es dient nicht nur der Körperpflege, sondern hat besonders für kranke Personen einen entspannenden und schmerzlindernden Effekt. Leider ist der Einstieg in die Badewanne für Pflegebedürftige mit dem ein oder anderen Hindernis verbunden. Aber nicht nur der Einstieg: Auch der Ausstieg gestaltet sich im Alter zu einer wackligen und obendrein gefährlichen Angelegenheit. Badewannenlifter ermöglichen ein komfortables Ein- und Aussteigen ohne Sturzgefahr. Aber wer bezuschusst den Badewannenlift: Krankenkasse oder Pflegekasse? Diese Frage und noch viele mehr beantworten wir Ihnen im folgenden Badewannenlift-Ratgeber.

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Was versteht man unter einem Badewannenlift?

Ein Badewannenlifter erleichtert bewegungseingeschränkten Mitmenschen das selbstständige sowie sichere Ein- und Aussteigen aus der Badewanne. Zudem ist er ein wichtiges Hilfsmittel im Badezimmer, welches ambulanten Pflegekräften und pflegenden Angehörigen die Pflege erleichtert. Aus diesem Grund werden Badewannenlifte auch als doppelfunktionale Hilfsmittel bezeichnet. Erhältlich sind sie in verschiedenen Ausführungen wie unter anderem als Tuchlifter, Stuhllift, Badekissen sowie als schwenkbarer- oder drehbarer Badewannenlift. Die Höhe der Kosten sind je nach Modell unterschiedlich.

Welche Arten von Badewannenliftern gibt es?

Badewannen-Einstiegshilfen dienen zur Sturzprophylaxe im Bad. Sie zählen zu den doppelfunktionalen Hilfsmitteln. Alle haben dasselbe Ziel: Personen mit eingeschränkter Mobilität das sichere Baden ohne fremde Hilfe zu ermöglichen sowie ambulante Pflegedienste und pflegende Angehörige bei der häuslichen Pflege körperlich zu entlasten.

Welche Art von Wannenlift für Sie infrage kommt, hängt von den räumlichen Gegebenheiten sowie von der bestehenden Badewanne ab. Des Weiteren spielen die individuellen Bedürfnisse sowie das vorhandene Budget eine übergeordnete Rolle bei der Kaufentscheidung. So schwebt dem einen ein Badewannenlifter vor, der nach dem Gebrauch platzsparend verstaut und auf Reisen relativ einfach transportiert werden kann. Andere hingegen benötigen aufgrund einer starken Pflegebedürftigkeit einen Wannenlift, der fest installiert ist und somit aufwendigere Hygienemaßnahmen für pflegende Personen vereinfacht. Diese Möglichkeiten gibt es:

Das luftgefüllte Badekissen

Badekissen sind bequem, lassen sich nach ihrem Einsatz platzsparend verstauen und können sogar vom Nutzer mit in den Urlaub oder zur Kur genommen werden. Sie tragen bis zu 150 Kilogramm. Zudem ist die Alternative zum klassischen Badelift praktisch in der Handhabung und wird bei Bedarf rutschfest in der Badewanne auf dem Wannenboden platziert. Mithilfe eines per Fernbedienung gesteuerten Kompressors kann es auf eine individuelle Sitzhöhe aufgeblasen werden. Hat der Nutzer auf dem Badekissen Platz genommen, kann er für die optimale Sitzposition so viel Luft aus dem Badewannenlifter herauslassen, wie nötig ist. Die meisten Modelle besitzen ebenfalls eine aufblasbare Rückenlehne.

Der Badewannenlift in Stuhlform

Diese klassischen Badelift-Modelle kommen am häufigsten zum Einsatz: Denn sie benötigen kein handwerkliches Geschick, eignen sich für jede Wanne und können bis zu 170 Kilogramm tragen. Der Stuhl mit Rückenlehne ist so konzipiert, dass sich die Sitzfläche manuell mit einer Handkurbel oder mithilfe einer wasserfesten Fernbedienung elektrisch hoch- und runterfahren lässt. Dies garantiert einen sicheren Einstieg und Ausstieg. Sicher wird der Badewannenlift durch eine Bodenplatte, die mit starken Saugnäpfen ausgestattet ist und rutschfest auf dem Wannenboden haftet.

Modernere Badewannenlifter in Stuhlform haben den Vorteil, dass man den Neigungswinkel der Rückenlehne individuell einstellen kann. Dadurch kann der Betroffene in eine liegende Position gebracht werden, was das Badeerlebnis um ein Vielfaches komfortabler macht. Zur Pflege von Pflegefällen ist es ebenfalls sinnvoll, wenn die Sitzfläche eine sogenannte Hygieneaussparung vorweist. Sie erleichtert der pflegenden Person die Hygienemaßnahmen im Intimbereich.

Drehbare Wannenlifter

Ebenfalls drehbare Wannenlifte erleichtern den Einstieg in die Badewanne und den Akt der Körperhygiene. Denn ein ständiger Positionswechsel, der für die betroffene Person mit erheblichen Kraftanstrengungen verbunden ist, entfällt. Für die Pflegeerleichterung können Sie zwischen zwei Modellen wählen:

  1. Badewannenlifter mit Drehsitz oder Drehscheibe: Bei diesen Badewannenliften haben Senioren die Möglichkeit, sich vom äußeren Wannenrand auf den Sitz zu setzen und den Körper durch eigene Körperkraft oder einer externen Hilfe in eine optimale Badeposition zu drehen. Die Sitzfläche lässt sich um neunzig Grad drehen und kann in der Badewanne auf die gewünschte Position heruntergefahren werden.
  2. Dreh- und Umsetzhilfen: Drehscheiben oder Drehteller können auch separat zur Nachrüstung eines Badewannenlifts in Stuhlform genutzt werden. Sie besitzen eine rutschhemmende Oberfläche sowie eine verschiebbare Sitzfläche, die das Umsetzen des Betroffenen erleichtert.

Der Badewannensitz

Der Badewannenlift in Form eines Stuhls wird rechts und links in die Badewanne eingehängt. Den Badewannensitz gibt es als einfache Variante oder als drehbares Modell. Die zweitgenannte Ausführung besitzt den Vorteil, dass das Umschwenken für alle Beteiligten mit weniger Kraftanstrengung verbunden ist.

Gurt- oder Tuchlifter

Damit sich beim Tuchlifter eine beständige Sitzfläche bilden kann, wird ein breites, stabiles Tuch oder ein Gurt vom einen zum anderen seitlichen Badewannenrand gespannt. Die Halterung dieses Badewannenlifts ist so konzipiert, dass das Tuch i. d. R. an der vorderen Seite des Wannenrandes oder am Boden befestigt wird. An der Wandseite befindet sich eine verbaute, elektronisch steuerbare Spannvorrichtung, von der sich der Tuchlifter nach Belieben von einer integrierten Rolle auf- und abrollen lässt. Hier können Sie zwischen Modellen wählen, die fest an der Wand montiert werden oder Gurt-Liften, die ohne Bohrung befestigt werden können.

Die Funktionsweise gestaltet sich einfach: Hat der Benutzer auf dem Tuch Platz genommen, kann die individuelle Sitzhöhe über eine Fernbedienung gesteuert werden. Das Band trägt bis 140 Kilogramm und lässt sich bis auf den Boden der Badewanne herabsenken, was ein Vollbad möglich macht.

Dasselbe Prinzip wird beim Ausstieg aus der Badewanne angewandt: Das Tuch rollt sich auf Knopfdruck auf und spannt sich, bis es sich wieder in der Ausgangsposition befindet. Modelle wie diese haben ihre Vor- und Nachteile. Vorteilhaft ist: Tuchlifter brauchen wenig Platz und sind sehr unauffällig.

Unvorteilhaft erweist sich unseres Erachtens die Tatsache, dass der Tuchlifter dem Benutzer beim Auf- und Abrollen keinen sicheren Sitzkomfort bietet, wie es unter anderem die Konstruktionen mit Rückenlehne praktizieren. Auch der Preis liegt im direkten Vergleich mit den bereits genannten Modellen im oberen Segment.

Badewannenlifter mit Schwenkarm

Schwenkbare Badewannenlifte bieten Personen mit körperlichen Beeinträchtigungen sowie Rollstuhlfahrern einen hohen Komfort. Abhängig von der räumlichen Situation im Badezimmer können sie entweder fest an der Wand oder als Aufzüge an der Decke montiert werden. Weitere Möglichkeiten, die sich dem Benutzer bieten, ist eine mobile Lösung auf Rollen oder schwenkbare Badelifter, die neben der Wanne zwischen Boden und Decke befestigt werden.

Die Funktionsweise gestaltet sich folgendermaßen: Am schwenkbaren Arm des Badewannenlifts befindet sich eine Sitzfläche. Um in die Wanne einzusteigen, nimmt der Benutzer auf der Sitzfläche Platz. Mithilfe einer Fernbedienung wird der Schwenklift dann in Bewegung gesetzt. Hierbei wird der Sitz mithilfe des Schwenkarms über den Rand der Wanne gehoben und wieder abgesetzt.

Lifte wie diese eignen sich besonders gut für Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind. Denn das Übersetzen vom Rollstuhl auf den Sitz des schwenkbaren Lifts gestaltet sich um ein Vielfaches leichter als bei den meisten anderen Modellen. Auch für pflegende Angehörige sowie die ambulante Pflegekraft sind diese Art von Badelifter eine körperliche Erleichterung in der Pflege. Ein weiterer Vorteil: Betroffene bekommen einen Teil ihrer Selbstständigkeit zurück. Sie können sich wieder ohne fremde Hilfe waschen und somit ihre Intimsphäre wahren.

Badewannenlifter mit Wasserdruck

Diese Modelle funktionieren anstatt mit Strom mithilfe von Wasserdruck. Sie lassen sich über eine Hydraulik auf und ab bewegen. Jedoch sollten Sie vor der Anschaffung prüfen, ob Ihr Bad die passenden Anschlussmöglichkeiten hat und der Wasserdruck für eine perfekte Funktionsweise ausreicht.

Für wen eignen sich Badewannenlifter?

Ein Badewannenlift ist ein praktisches Hilfsmittel für Menschen, die in ihrer Motorik eingeschränkt sind, aber trotzdem nicht auf ein erholsames Bad verzichten möchten. Dies kann nach einem Unfall aufgrund altersbedingter Erscheinungen sowie einer Pflegebedürftigkeit der Fall sein.

Aber ebenfalls Übergewichtige oder zu Schwindel neigende Menschen können durch die Anwesenheit eines Badelifts wieder die Vorzüge von einem warmen Vollbad genießen. Zudem bieten Wannen-Lifter Pflegenden eine hohe körperliche Entlastung bei der häuslichen Pflege und bewahren die Selbstständigkeit älterer Mitmenschen.

Ebenfalls die Sicherheit in den eigenen vier Wänden lässt sich mit einem Badewannenlift verbessern. Somit sind sie die perfekte Alternative für einen barrierefreien Badumbau, der aufgrund diverser Faktoren wie unter anderem einem fehlenden Pflegegrad, ein Vermieter, der sich quer stellt, den räumlichen Gegebenheiten oder den zu hohen Kosten für viele Senioren im ersten Moment nicht immer umsetzbar ist. Bei offenen Fragen wie diesen sollten Sie einen Fachmann in Ihrer näheren Umgebung zu Rate ziehen.

Welche Zuschüsse gibt es für Badewannenlifter?

Badewannenlifter sind im Hilfsmittelverzeichnis unter "Badehilfen" gelistet. Sie sollen hilfsbedürftigen Menschen aufgrund einer Krankheit oder Behinderung einen selbstständigen Alltag ermöglichen, aber ebenfalls Pflegekräften und Angehörigen die häusliche Pflege erleichtern.

Aus diesem Grund zählen Lifter für die Badewanne zu den doppelfunktionalen Hilfsmitteln. Dies bedeutet, dass für die Kostenübernahme nicht allein die Krankenkasse oder die Pflegekasse verantwortlich ist, sondern i. d. R. beide. Gesetzlich verankert ist das Ganze im § 40 SGB XI.

Für den Versicherten ist die Beantragung eines Badewannenlifts nicht kompliziert: Die Kostenübernahme wird zwischen den Kassen intern geregelt. Die Voraussetzung für einen Zuschuss ist jedoch eine ärztliche Verordnung, die von einem Arzt oder seit Januar 2022 eine Empfehlung, die durch eine Pflegeperson mit entsprechender Berufsqualifikation ausgestellt wird. In beiden Fällen muss eine medizinische Notwendigkeit vorliegen. Diese wäre beispielsweise, dass der Patient aufgrund einer Muskelschwäche in den Armen und Beinen den Wannenrand kaum oder überhaupt nicht mehr überwinden kann. Ebenfalls häufiger Schwindel sowie eine allgemeine körperliche Instabilität sind als Grund ausreichend. Und so beantragen Sie einen Badewannenlift:

Badewannenlifter in 3 Schritten bei der Krankenkasse beantragen

1. Information bei der Krankenkasse einholen:

Im Normalfall empfiehlt Ihnen die Krankenkasse einen Vertragspartner, welcher die geförderten Modelle im Sortiment hat. Guter Tipp: Achten Sie darauf, dass Ihr bevorzugter Badewannenlift mit einer Hilfsmittelnummer gekennzeichnet ist. Nur dann wird er von den Krankenkassen bezuschusst.

2. Vereinbaren Sie einen Termin beim Hausarzt:

Haben Sie den passenden Badewannenlift gefunden, dann teilen Sie ihm die genaue Bezeichnung des bevorzugten Modells mit. Der Arzt muss anschließend ein Rezept ausstellen, auf dem eine eindeutige Diagnose sowie die medizinische Notwendigkeit vermerkt ist.

3. Beantragen Sie den Kassenzuschuss bei der Krankenkasse:

Reichen Sie das Rezept bei Ihrer Kasse ein und legen Sie dem Antrag bereits einen Kostenvoranschlag bei. Nun wird Ihr Anliegen begutachtet. Im Zweifelsfall wird Ihr Anspruch auf das Hilfsmittel durch den Medizinischen Dienst (MDK) der Krankenkasse vor Ort geprüft.

Wurde Ihr Antrag auf den Badewannenlifter als Hilfsmittel genehmigt, ist die Kosten-Übernahme durch die Kasse sicher und Sie können Ihren Badewannenlift bei den Vertragspartnern ihrer Krankenversicherung bestellen. Versicherte müssen einzig einen Eigenanteil von 10 Euro aus eigener Tasche finanzieren.

Einen Pflegegrad benötigen Sie für den Zuschuss durch die Krankenkassen nicht. Leider werden nicht alle Badewannenlifte bezuschusst. Denn Badekissen-Lifter und Tuchlifter sind keine anerkannten Hilfsmittel und werden somit auch nicht übernommen.

Badewannenlifter mithilfe einer Pflegefachkraft beantragen

Setzen Sie bei der Beantragung auf die Hilfe einer Pflegefachkraft, brauchen Sie kein Rezept des Arztes. Zusätzlich ersparen Sie sich viel Arbeit. Und so funktioniert die Beantragung eines doppelfunktionalen Hilfsmittels:

1.  Die Pflegefachkraft verschafft sich einen Überblick über bereits vorhandene Hilfsmittel und entscheidet anhand dessen, welche sinnvoll für Sie sind.

2.  Die Pflegefachkraft füllt ein spezielles Formular aus, welches persönliche Angaben zur Pflegebedürftigkeit enthält und wiedergibt, warum Sie einen Badewannenlift benötigen.

3. Anschließend lesen Sie sich die verfasste Empfehlung durch. Sind Sie einverstanden, wird sie von ihnen unterschrieben. Dies kann ebenfalls ein gesetzlicher Vertreter übernehmen.

4.  Die unterschriebene Empfehlung wird von der Pflegefachkraft an einen Leistungsbringer wie beispielsweise an ein Sanitätshaus weitergeleitet, welches es bei der Pflege- oder Krankenkasse einreicht. Wichtig: Das ausgefüllte Formular darf nicht älter als zwei Wochen sein!

5. Nun heißt es warten: Ist der Antrag beim Kostenträger eingegangen, vergehen in etwa drei bis vier Wochen, bis Sie einen Entscheid erhalten.

Pflegegrad 1 bis 5: Zuschuss durch die Pflegekassen

Besteht eine Pflegebedürftigkeit und der Versicherte ist im Besitz eines anerkannten Pflegegrades, kann bei der Pflegekasse ein Zuschuss für "wohnumfeldverbessernde Maßnahmen" in Höhe von 4.000 Euro beantragt werden. In den meisten Fällen wird der Antrag gewährt, wenn ein pflegegerechter Umbau des Badezimmers unumgänglich ist.

Auch Pflegehilfsmittel wie unter anderem Badewannenlifte können mit dem Zuschuss finanziert werden. In einigen Fällen sogar Tuchlifter, welche von der Krankenkasse nicht bezuschusst werden. Für Badekissen oder Kissenlifte gibt es hingegen keine Zuschüsse durch die Pflegekasse.

Gut zu wissen: Verändert sich die Kranken-Geschichte zum schlechteren, sodass eine erneute Wohnraumanpassung erforderlich ist, kann jeder Versicherte mit einem Pflegegrad den Zuschuss von 4.000 Euro ein zweites Mal beantragen.

Welchen Badewannenlift bezahlt die Krankenkasse?

Die Kosten für einen Wannenlift werden übernommen, wenn beim Versicherten eine medizinische Notwendigkeit besteht und eine ärztliche Verordnung von einem Arzt vorliegt. Jedoch werden von der Krankenkasse nur Stuhlliftsysteme bezuschusst.

Benötigen Pflegebedürftige eine andere Ausführung und sind im Besitz eines Pflegegrades, besteht die Möglichkeit, bei der Pflegekasse einen Antrag auf Wohnraumanpassung zu stellen. Besteht kein Anspruch auf Pflegeleistungen und ein Stuhllifter ist für Ihren Fall nicht ausreichend, müssen Sie die Kosten eigenständig finanzieren.

Gut zu wissen: Wird der Wannenlift nicht mehr gebraucht, wird er an die Krankenkasse zurückgegeben.

Was kostet ein Badewannenlift?

Badewannenlifter gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen. Dementsprechend stark variieren auch die Preise. Je nach Modell kosten sie in etwa zwischen 350 und 2.500 Euro. Erklären lassen sich die hohen Preisunterschiede aufgrund der unterschiedlichen Ausführungen der Stuhlliftsysteme.

Klassische Badewannenlifter in Stuhlform: Diese Art von Badewannenlift zählt zu den preisgünstigsten Modellen. Einfache Lifte sind bereits für 350 Euro erhältlich und teurere Ausführungen ab circa 900 Euro.

Badekissen: Für Badekissen müssen Sie mit Kosten zwischen 1.000 und 1.500 Euro rechnen.

Tuchlifter: Badelifter wie diese sind am aufwendigsten konzipiert. Dementsprechend gestaltet sich auch der Preis. Sie gehören zu den teuersten Modellen. Ohne Montage kosten Tuchlifter zwischen 1.000 und 3.000 Euro.

Badelifte gebraucht kaufen oder mieten: Lohnt sich das?

Eine preisgünstige Alternative zum neuen Wannenlift-System sind gebrauchte Exemplare. Erhältlich sind sie auf diversen Portalen im Internet. Aber ebenso professionelle Anbieter von Badewannenliften bieten ab und an Ausstellungsstücke sowie gebrauchte Lifter preisgünstiger an. Zudem profitieren Sie in Fachgeschäften dann zusätzlich von einer Garantie, was auf Kleinanzeigen-Portalen nur selten der Fall ist.

Bevor Sie es in Erwägung ziehen, ein gebrauchtes Modell zu erwerben, sollten Sie klären, ob Ihnen oder ihren Angehörigen Zuschüsse durch die Kranken- oder Pflegekasse zustehen. Denn nicht nur aus Sicherheitsgründen ist ein neuer Badewannenlift die bessere Idee. Stehen Ihnen nämlich Zuschüsse durch die erwähnten Institutionen zu, wäre es nicht sinnvoll, für viel Geld ein gebrauchtes Modell zu erwerben, wenn Sie einen günstigen Neukauf tätigen können.

Badewannenlifter kann man ebenfalls mieten. Diese Option lohnt sich allerdings bloß, wenn im Voraus feststeht, dass das Hilfsmittel/Pflegehilfsmittel nur vorübergehend benötigt wird. Ansonsten ist eine Miete mit zu hohen Kosten verbunden.

Badewannenlifter: Darauf sollten Sie beim Kauf achten!

Wie bereits erwähnt, gibt es Badewannenlifte in den unterschiedlichsten Ausführungen. Da ist es nicht weiter verwunderlich, dass man auf der Suche nach der richtigen Badehilfe manchmal den Überblick verliert. Haben Sie sich dann für das passende Modell entschieden, sollten Sie vorweg noch folgende Dinge abklären:

  • Lassen Sie sich einen Badelift nach Möglichkeit von Ihrem Arzt verordnen oder durch eine qualifizierte Pflegekraft eine Empfehlung ausschreiben.
  • Prüfen Sie vorweg die baulichen Gegebenheiten in Ihrem Bad. Denn nicht jeder Badewannenlift (Ausführung und Funktionsweise) ist mit jedem Badezimmer kompatibel. Wichtig: Die Krankenkasse bezuschusst nur Modelle, die im GKV-Hilfsmittelregister gelistet sind!
  • Ermitteln Sie die Maße ihrer Badewanne: Nicht alle Badelifte sind für jede Größe und Form von Wanne geeignet. Denn damit ein Badewannenlift für den Benutzer sicher ist, muss die Sitzfläche des Wannenlifts mit dem Wannenrand eine Ebene bilden.
  • Beim Kauf sollten Sie ebenfalls darauf achten, dass der Wannenlift für das Körpergewicht des Nutzers geeignet ist. Die meisten Lifte besitzen eine Belastbarkeit von 150 Kilogramm. Modelle für adipöse Patienten wie beispielsweise tragstärkere Stuhlliftsysteme gibt es aber auch.
  • Badewannen-Lifter sind Medizinprodukte. Sie müssen eine CE-Kennzeichnung haben! Nur dann können Sie sich sicher sein, dass der Wannenlift sämtliche EG-Regeln erfüllt und für den Nutzer, für die pflegenden Angehörigen sowie für die ambulante Pflegekraft keine Gefahren birgt.
  • Wohnen Sie zur Miete muss der Vermieter mit den Baumaßnahmen, die der Einbau eines Wannenlifts verursacht, einverstanden sein. Er darf gegebenenfalls sogar im Mietvertrag vermerken, dass beim Auszug ein Rückbau stattzufinden hat. Auch eine Kaution in Höhe der Rückbaukosten kann vom Vermieter der Wohnung verlangt werden.
  • Praktizieren Sie einen Anbieter-Vergleich und holen Sie vor dem Kauf mehrere Angebote ein.

Gute Tipps: Für offene Fragen rund um das Thema "Badewannenlift" stehen Ihnen Wohnberatungsstellen, Wohlfahrtsverbände, Wohnungsämter sowie ambulante Pflegedienste mit kompetenten Antworten zur Seite.

Fazit

Ein warmes Bad ist nicht nur eine Wohltat für Körper und Seele: Es dient ebenfalls der Hygiene und lindert altersbedingte Schmerzen. Damit hilfsbedürftige Senioren sowie in ihrer Motorik eingeschränkte Mitmenschen diesen Komfort im eigenen Bad wieder selbstständig nutzen können und Pflegende bei der häuslichen Pflege körperlich entlastet sind, werden die doppelfunktionalen Hilfsmittel durch die Kranken- und Pflegekasse bezuschusst. Damit die Kosten übernommen werden, muss der Betroffene bei Antragstellung im Besitz einer ärztlichen Verordnung oder einer schriftlichen Empfehlung von einer Pflegefachkraft sein. Versicherte mit einem Pflegegrad können ebenfalls von weiteren Zuschüssen durch die Pflegekasse profitieren.

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