Elektrischer Rollstuhl für Senioren: Alles, was Sie über das altersgerechte Fortbewegungsmittel wissen müssen!

Paul Nemetz
Zuletzt aktualisiert:
5. Oktober 2022
Lesezeit:
13 Minuten

Besonders im Alter, wenn die Kräfte schwinden und die Beweglichkeit von Senioren deutlich eingeschränkt ist, ist ein elektrischer Rollstuhl die beste Alternative zu Rollatoren oder einem manuell betriebenen Modell. Der elektrische Antrieb sorgt für mehr Mobilität und das Zurücklegen größerer Strecken sowie das Erklimmen von Steigerungen ist mit einem Elektrorollstuhl ebenfalls kein Problem. Offene Fragen hinsichtlich, wie ein Elektro-Rollstuhl funktioniert, welche Elektrorollstühle auf dem Markt erhältlich sind, was sie kosten oder welche Zuschüsse es von den Krankenkassen gibt, beantworten wir Ihnen im folgenden Artikel.

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Was versteht man unter einem Elektrorollstuhl und für wen ist er geeignet?

Ein elektrisches Fortbewegungsmittel wird anstatt mit Muskelkraft mithilfe einer Batterie angetrieben. Besonders Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind und deren Körperkraft und Koordinationsvermögen nicht mehr ausreicht, um sich in einem herkömmlichen Modell eigenständig und sicher fortzubewegen, profitieren von dem Elektromobil. Aber nicht nur für Menschen, die aus medizinischen Ursachen im Rollstuhl sitzen, sind elektrische Rollstühle eine gute Alternative. Vor allem Senioren, denen es schwerfällt von A nach B zu gelangen, aber trotzdem ihre Mobilität nicht aufgeben möchten, sind Elektrorollstühle das perfekte Hilfsmittel im Alltag.

Welche Vorteile bietet ein Elektrorollstuhl für Senioren?

Ein elektrischer Rollstuhl ist dann sinnvoll, wenn Senioren aufgrund ihrer eingeschränkten Beweglichkeit schlecht zu Fuß sind, ein Rollator nicht ausreicht und sie einen Standard-Rollstuhl aus eigener Kraft nicht mehr bewegen können. Das Zurücklegen größerer Strecken wie beispielsweise der Weg zum Supermarkt oder ein Ausflug in den Park ist mithilfe des E-Rolli ohne fremde Hilfe möglich. Somit können hilfsbedürftige Senioren wieder aktiv und flexibel am Leben teilnehmen und ihren Alltag selbstständig meistern.

Welche verschiedenen Arten von Elektrorollstühlen gibt es?

Elektrorollstühle werden anhand ihres Einsatzbereiches unterschieden und daran, wie sie aufgebaut sind. Standard-Rollstühle erreichen eine Geschwindigkeit von 6 km/h. Folgende Rollstuhl-Modelle stehen zur Auswahl:

Elektrorollstühle für den Außenbereich: Elektrorollstühle für draußen sind mit großen Antriebsrädern, leistungsstarken Batterien sowie mit einem Rückspiegel und für gute Sichtbarkeit mit einer dementsprechenden Beleuchtung ausgestattet. Sie sind um ein Vielfaches robuster als die Modelle für den Innenbereich. Outdoor-Aktivitäten meistern sie mit Bravour.

Elektrorollstühle für den Innenbereich: Diese Modelle sind kompakt und wendig und perfekt für die Nutzung in der Wohnung. Außerdem besitzen sie kleinere Vorder- und Hinterräder als Elektrorollstühle für den Außenbereich, sind leichter und lassen sich im Wohnbereich einfacher manövrieren. Die Batterien sind weniger leistungsstark als jene der Modelle für draußen.

Elektrorollstühle für den Innen- und Außenbereich: Für Senioren, die ihren elektrischen Rollstuhl in Innenräumen wie der eigenen Wohnung sowie draußen nutzen möchten, sind diese Modelle wie gemacht. Sie vereinen Konstruktionsmerkmale für den Innen- sowie Außenbereich und besitzen trotz einer kleinen Batterie eine große Reichweite.

Elektrorollstühle inklusive Stehfunktion: Für Menschen, die aufgrund ihres Gesundheitszustandes oder häufiger Sitztätigkeit ein regelmäßiges Stehtraining durchführen sollten, sind diese Modelle optimal. Der Wechsel zwischen Stehen und Sitzen funktioniert gleich wie der Antrieb des Rollstuhls, elektrisch.

Wie funktioniert ein elektrischer Rollstuhl?

Alle auf dem Markt erhältlichen Elektrorollstühle werden mithilfe eines elektrischen Antriebs (Akkus) bewegt. Abgesehen von dieser Gemeinsamkeit gibt es bei den einzelnen Modellen jedoch diverse Unterschiede, die für den Nutzer Vorteile und Nachteile mit sich bringen. Damit Sie auf der Suche nach dem perfekten Rollstuhl bereits im Voraus richtig selektieren können, sollten Sie folgende Faktoren berücksichtigen.

Welche unterschiedlichen Antriebsarten gibt es bei elektrischen Rollstühlen?

Elektrische Rollstühle unterscheidet man anhand drei unterschiedlicher Antriebe. Jede Rollstuhl-Getriebeart erfüllt die speziellen Anforderungen des Nutzers.

Der Frontantrieb: Bei diesem Modell befinden sich zwei Antriebsmotoren im vorderen Bereich des Rollstuhls. Die hinteren Räder sind frei schwenkbar oder mit einer Servolenkung ausgestattet. Rollstühle mit Frontantrieb sind weniger für die Wohnung geeignet, sondern eher für das Fahren im Außenbereich. Die größeren Vorderräder erlauben es dem Nutzer auch, höhere Bordsteinkanten ohne Probleme zu meistern. Ebenfalls Schotter- und Waldwege sind für den elektrischen Rollstuhl mit Vorderantrieb kein Thema.

Einen Nachteil haben Modelle wie diese jedoch: Der hintere Teil des Hilfsmittels kann in gewissen Situationen ausschwenken, sodass man beim Passieren engerer Durchgänge wie unter anderem zwischen den Warenregalen im Supermarkt oder im Straßenverkehr besonders aufpassen muss. Auch mit Steigerungen haben elektrische Rollstühle einige Probleme. Müssen sie bergauf fahren, werden die Antriebsräder entlastet und es kann zum Durchdrehen der Vorderräder kommen. Bergab funktioniert hingegen wieder wunderbar.

Der Mittelantrieb: Ein elektrischer Rollstuhl mit Mittelantrieb ist im Vorder- und Hinterbereich mit gefederten Stützrädern ausgestattet. Der Vorteil: Der Körperschwerpunkt des Nutzers liegt direkt über den Antriebsrädern. Aufgrund dessen lässt sich ein Rollstuhl mit Mittelantrieb einfacher lenken und der Benutzer kann sich sogar ohne größere Manöver durchzuführen, um seine eigene Achse drehen. Ebenso die Navigation in engen Räumen, einer kleinen Wohnung sowie in schmalen Gängen ist für ein Modell wie dieses kein Problem. Einen weiteren beträchtlichen Fahrkomfort bieten sie im Gelände. Steigerungen sowie Gefälle meistern sie aufgrund der hohen Traktion in Perfektion. Aufgrund ihrer hohen Wendigkeit sowie ihrem geringen Wendekreis sind Rollstühle mit Mittelantrieb besonders für Menschen geeignet, die ihr Hilfsmittel hauptsächlich in Innenräumen nutzen und in einer urbanen Umgebung wohnen.

Der Heckantrieb: Elektrorollstühle mit Heckantrieb eignen sich für das Fahren im Außen- und Innenbereich. Sie sind weniger wendig als jene Modelle, die mit einem Mittelantrieb betrieben werden, aber spurstabil.

Gut zu wissen: Sind Sie mit Ihrem manuellen Rollstuhl im Großen und Ganzen zufrieden, möchten aber im Außenbereich die Vorzüge eines elektrischen Modells genießen, dann ist ein elektrischer Zusatzantrieb eine gute Idee. Sie sind so konzipiert, dass man sie an einem herkömmlichen Rollstuhl befestigen kann. Abhängig von der Art des Antriebes können Sie Steigerungen sowie längere Strecken mithilfe des elektrischen Hilfsmittels zurücklegen und wann immer Sie möchten Ihren Rollstuhl manuell bewegen. Der Vorteil: Sie fördern und erhalten Ihre körperliche Leistungsfähigkeit und profitieren im Außenbereich von mehr Beweglichkeit.

Wie funktioniert die Steuerung eines elektrischen Rollstuhls?

Die meisten elektrischen Rollstühle lassen sich mithilfe eines Joysticks steuern. Er ist auf einem Bedienerfeld auf der Armlehne angebracht und lässt sich ohne große Kraftanstrengung bedienen. Bedenken Sie bei der Wahl Ihres elektrischen Rollstuhls, dass sich der Joystick auf der richtigen Armlehne ist. Denn abhängig davon, ob Sie Rechts- oder Linkshänder sind, erweist sich das Manövrieren des Rollstuhls einfacher, wenn sich die Steuerung auf der richtigen Seite befindet.

Das Bedienen der Steuerung ist kinderleicht. Das heißt: Der elektrische Rollstuhl fährt in die Richtung, in die der Nutzer den Joystick schiebt oder zieht, also nach rechts, links oder nach vorne oder nach hinten. Aber nicht nur Steuerungen, die mit der Hand betrieben werden, sind auf dem Markt erhältlich. Hilfsbedürftige Menschen, deren Beweglichkeit eingeschränkt ist, haben die Möglichkeit, ihren elektrischen Rollstuhl abhängig vom Krankheitsbild mit folgenden Steuerungsarten zu bewegen:

  • Fußsteuerung
  • Fingersteuerung
  • Kinnsteuerung
  • Augensteuerung
  • Kopfsteuerung
  • Mundsteuerung

Übrigens: Sind Sie aufgrund einer Muskelerkrankung, Lähmung oder neurologischen Erkrankung dermaßen in Ihrer Motorik eingeschränkt, dass es Ihnen unmöglich ist Ihre Arme für einfache Aktivitäten zu nutzen, können Sie Ihren Elektro-Rollstuhl durch eine Umfeldsteuerung ergänzen lassen. Sie funktioniert mithilfe von Infrarot oder durch Funkbefehle und wird durch Direkteingabe eines Tasters oder per Sprachsteuerung über das Bedienerfeld gesteuert. Ein paar Alltagsfunktionen, die durch eine personifizierte Umfeldsteuerung wieder möglich sind und dem Nutzer mehr Flexibilität und Lebensqualität generieren, sind folgende:

  • Personenrufsysteme
  • Fenster-, Tür- und Jalousieantriebe
  • Radio- und TV-Geräte
  • Blattwendegeräte
  • Telefone
  • schaltbare Steckdosen
  • Sitzposition verändern
  • Rückenlehne verstellen

Wie kann man Elektrorollstühle aufladen?

Elektrische Rollstühle werden durch einen Akku betrieben. Ist er leer, muss er wieder aufgeladen werden. Eine spezielle Vorrichtung benötigen Sie hierfür nicht. Eine normale Steckdose mit 230 Volt ist ausreichend. Wie häufig Sie den Akku Ihres Elektrorollstuhls aufladen müssen, ist abhängig von verschiedenen Faktoren wie unter anderem, wie oft Sie das Hilfsmittel nutzen, wie schwer es beladen wird, ob es des Öfteren Steigerungen bewältigen muss, den Wetterbedingungen und welche Art von Batterien in Ihrem Gerät verbaut sind. Folgende Möglichkeiten gibt es:

  • AGM-Batterien
  • Gel-Bleibatterien
  • Lithium-Batterien

Da jeder seine eigene Anschauung vertritt, ist schwer zu sagen, welche Akkus die beste Leistung erbringen. Zwei Faktoren fallen unserer Meinung jedoch besonders ins Gewicht und sind für den Kauf entscheidend: Lithiumbatterien zählen zu den modernsten Akkus, glänzen mit einer langen Lebensdauer und lassen sich schneller laden. Ebenfalls sind sie effektiver und kleiner als Gel-Bleibatterien oder AGM-Akkus. Ein weiterer Pluspunkt: Sie sind frei von Schwermetallen, was einen positiven Effekt auf unsere Umwelt hat. Hersteller raten, den Elektrorollstuhl über Nacht aufzuladen. Somit ist Ihr Rollstuhl immer einsatzbereit und Sie kommen nicht in die Verlegenheit, unterwegs stehenzubleiben. Gut zu wissen: Die Ladezeit eines Elektrorollstuhls beträgt üblicherweise etwa drei Stunden und die Reichweite bei aufgeladenem Akku circa 40 Kilometer.

Wie breit ist ein Elektrorollstuhl und wie wird er ausgemessen?

Elektrorollstühle sind ausladender als herkömmliche Modelle und haben eine Gesamtbreite zwischen 58 und 72 cm. Aufgrund der wohnlichen Gegebenheiten ist das größere medizinische Hilfsmittel für viele Nutzer zu breit und deswegen eher unpraktisch. Damit Sie sich in Ihrem Elektrorollstuhl rundum wohlfühlen, sollten Sie folgende Faustregel beachten: Die Sitzbreite + 20 cm = Breite vom Rollstuhl. Sind Sie sich unsicher, sollten Sie ihn in einem Sanitätshaus Probesitzen und wenn nötig von einem Experten auf Ihre Körpermaße anpassen lassen. Diese Abmessungen müssen vorgenommen werde:

  • Sitzbreite: Die Sitzbreite wird ermittelt, indem die Distanz zwischen den beiden Seitenteilen eines Rollstuhls gemessen wird. Um festzustellen, ob die Breite für den Nutzer passend ist, wird anschließend die breiteste Stelle des Beckens ermittelt. Dies muss im Sitzen geschehen. Für den bestmöglichen Komfort gilt folgende Regel: Gesäßbreite + zwei Zentimeter Freiraum auf jeder Seite.
  • Sitzhöhe: Die optimale Sitzhöhe herrscht vor, wenn Ihre Oberschenkel auf der Sitzfläche aufliegen und Ihre Füße bequem in den Fußrasten liegen. Gut zu wissen: Bei elektrischen Rollstühlen, die hauptsächlich in der Wohnung genutzt werden, ist es optimal, wenn Sie in sitzender Position den Fußboden berühren können. Ist dies der Fall, haben Sie die Möglichkeit, Ihren Elektrorollstuhl in engeren Bereichen der Wohnung mithilfe Ihrer Füße zu manövrieren. Die Verletzungsgefahr wird somit minimiert, wenn Sie beispielsweise Türen, die knapp bemessen sind, durchqueren.
  • Sitztiefe: Um die optimale Sitztiefe zu ermitteln, spielt die Länge Ihrer Oberschenkel eine gewichtige Rolle. Das heißt: Beim Probesitzen darf der Sitz nicht in Ihren Kniekehlen einschneiden.
  • Rückenhöhe: Die Rückenlehne sollte unter Ihren Schulterblättern enden. Nur so können Sie eine bequeme Sitzposition einnehmen und haben zusätzlich Halt.
  • Unterschenkellänge: Damit Ihre Blutzirkulation nicht unnötig behindert wird, müssen Sie die Beine in einem 90-Grad-Winkel stabil auf das Fußbett aufstützen können. Für den perfekten Abstand findet hierfür eine Messung zwischen der Unterkante Ihrer Fußsohle und der Kniekehle statt. Wichtig: Sie sollten bei der Abmessung Schuhe tragen.
  • Sitzneigung: Ist die Sitzhöhe beim Elektrorollstuhl vorne höher eingestellt als hinten ist es ratsam, die Sitzneigung rückseitig zu verstärken. Ein Überkippen wird somit verhindert. Außerdem sorgt eine optimale Neigung für mehr Sitzkomfort, Stabilität und erleichtert dem Nutzer die Bedienung.

Wie schwer ist ein Elektro-Rollstuhl?

Abhängig von der Ausstattung wiegen Elektrorollstühle zwischen 60 und 140 Kilogramm. Ausnahmen bestätigen jedoch die Regel: Auch faltbare Leichtgewichte sind auf dem Markt erhältlich. Sie wiegen um die 20 Kilogramm und eignen sich besonders dann, wenn man viel auf Reisen geht. Senioren sollten vor der Anschaffung bedenken, dass ein höheres Gewicht nicht nur Nachteile wie einen erschwerten Transport, sondern ebenfalls den Vorteil der Kippsicherheit mit sich bringt. Sind Sie sich unsicher, ist es ratsam, von der Erfahrung der Hersteller zu profitieren und eine Beratung inklusive Probefahrt in Anspruch zu nehmen.

Wie schnell ist ein Elektrorollstuhl?

Standard-Rollstühle mit einem elektrischen Antrieb erreichen eine maximale Geschwindigkeit von 6 km/h. Senioren, denen dies zu langsam ist, haben die Möglichkeit, Modelle zu wählen, die 10 km/h oder 15 km/h fahren können. Beim zweitgenannten Exemplar handelt es sich jedoch um keinen Elektrorollstuhl. Modelle wie diese werden unter der Kategorie Elektromobile gelistet und von den Krankenkassen nicht bezuschusst. Einen Führerschein benötigen Senioren für die schnelleren Gefährte zwar nicht. Einige Einschränkungen müssen jedoch in Kauf genommen werden:

  1. In den meisten Fällen bezuschusst die Krankenkasse ausschließlich elektrische Rollstühle mit einer Geschwindigkeit bis zu 6 km/h. Möchten Sie flotter unterwegs sein und liebäugeln mit einem schnelleren Modell, müssen Sie im Minimum die Differenz aus eigener Tasche finanzieren.
  2. Elektrische Rollstühle mit einer Höchstgeschwindigkeit von 6 km/h sind in der privaten Haftpflichtversicherung mitversichert. Entscheiden Sie sich für eines der schnelleren Modelle, müssen Sie eine separate Versicherung abschließen, die Ihr Konto mit zusätzlichen Kosten belastet.

Guter Tipp: Da man sich auf dem Gehweg nur in Schrittgeschwindigkeit vorwärts bewegen darf, sollten Sie sich vor dem Kauf eines der schnelleren Modelle überlegen, ob Sie die Höchstgeschwindigkeit von 10 km/h oder die 15 km/h überhaupt dementsprechend nutzen können: Sie dürfen die schnelleren Rollstühle nähmlich nur auf der Straße bewegen! Standard-Modelle mit einer Geschwindigkeit bis zu 6 km/h sind in der Regel schnell genug und für die Zwecke der meisten Nutzer vollkommen ausreichend.

Wie teuer ist ein elektrischer Rollstuhl?

Elektro-Rollstühle bieten Senioren im Alltag ein großes Maß an Mobilität und Flexibilität. Ebenso steigern sie die Lebensqualität und garantieren eine große Reichweite. Genau deswegen ist die Anschaffung eines Elektrorollstuhls mit höheren Kosten verbunden als bei einem manuellen Modell. Standard-Modelle gibt es ab 2.500 Euro. Wie hoch der Preis am Ende ist, wird von folgenden Faktoren abhängig gemacht:

  • Nutzungsbereich
  • Gewicht
  • Ausstattung
  • Bedienung
  • Zusatzfunktionen
  • Sonderausstattungen

Bedenken Sie, dass jede einzelne Zusatzfunktion den Preis Ihres Elektrorollstuhls in die Höhe treibt. Hinzu kommen Kosten für Reparaturen, Wartung sowie Stromkosten.

Benötigt man für das Fahren eines elektrischen Rollstuhls eine besondere Versicherung?

Rollstühle, die maximal 6 km/h fahren können, brauchen keine spezielle Versicherung. Auch ein Kennzeichen muss nicht beantragt werden. Um bei einem Unfall oder verursachten Schaden abgesichert zu sein, müssen Sie in Besitz einer gültigen Hausrat- und Haftpflichtversicherung sein. Fährt Ihr elektrischer Rollstuhl schneller als 6 km/h, müssen Sie eine Moped-Versicherung abschließen und das Elektromobil muss ein Versicherungskennzeichen haben.

Welches Zubehör gibt es für elektrische Rollstühle?

Die Auswahl an Zubehör-Artikel für Elektro-Rollstühle ist groß. Abhängig von Ihren Bedürfnissen haben Benutzer dementsprechend die Qual der Wahl. Bedenken Sie jedoch, dass nur dringendes Zubehör auf Rezept von der Krankenkasse übernommen wird. Hilfsmittel, die ausschließlich dem Komfort dienen und nicht auf den GKV-Listen (Hilfsmittelverzeichnis) stehen, werden von den Krankenkassen als nicht notwendig eingestuft und müssen selbst bezahlt werden. Folgende Zubehör-Artikel sind für Menschen, die im Rollstuhl sitzen, besonders wertvoll:

Sitzkissen für Elektro-Rollstühle: Sitzkissen für den Elektrorollstuhl sorgen für mehr Komfort, unterstützen eine gesunde Körperhaltung und beugen Druckstellen vor. Kissen, die mit dem Elektrorollstuhl mitgeliefert werden, bieten diese Bequemlichkeit jedoch nur bedingt. Deswegen lohnt es sich, in hochwertige Kissen, die speziell auf den Nutzer abgestimmt sind, zu investieren. Welche Art von Hilfsmittel das Richtige ist, ist abhängig von den jeweiligen Bedürfnissen. Feste Modelle beispielsweise, die anatomisch geformt sind, unterstützen eine aufrechte Sitzhaltung und andere passen sich an die Haltung sowie an verschiedene Sitzpositionen an. Sogenannte Wabenkissen fördern die Durchblutung und Luftkammerkissen sind für Menschen geeignet, die Gefahr laufen an einem schmerzhaften Dekubitus zu erkranken. Guter Tipp: Sind Sie sich unsicher, ist es sinnvoll, sich in einem Sanitär-Shop beraten zu lassen.

Witterungsschutz & Rollstuhlbekleidung: Nutzen Sie Ihren Elektrorollstuhl im Außenbereich, sind Sie diversen Witterungsbedingungen ausgesetzt. Mit den optimalen Hilfsmitteln sind Sie vor Regen, Wind, Schnee und frostigen Temperaturen geschützt. Praktisches Zubehör wie unter anderem ein Schlupf- oder Fußsack und Handwärmer für kältere Tage oder ein Cape, das Sie vor Niederschlag schützt, gehören dazu. Auch Rollstuhlschirme, die sich am Rollstuhlrahmen befestigen lassen, sind für Rollstuhlfahrer ein nützliches Hilfsmittel und schützen vor Niederschlag sowie Sonneneinstrahlung.

Rampen: Rollstuhlrampen helfen dabei Hindernisse, die Ihnen im Alltag begegnen, sicher zu überwinden. Dies können Treppen oder unvorteilhafte Schwellen sein. Neben Rampen, die für eine feste Montage konzipiert sind, gibt es ebenfalls mobile Exemplare. Sie sind praktisch, lassen sich blitzschnell auf- und abbauen und eignen sich unter anderem zum Verladen und den Transport Ihres Elektrorollstuhls.

  • Schienenrampen
  • Stufenrampen
  • Schwellenrampen

Sind Sie sich nicht sicher, welches Modell das Passende für Sie ist, sollten Sie sich fragen, welche Hindernisse Sie im Alltag am häufigsten bewältigen müssen und ob Sie ihn hauptsächlich allein meistern oder ob Ihnen eine Begleitperson zur Seite steht.

Sonstige Hilfsmittel: Abhängig von Ihren Präferenzen können Sie für Elektro-Rollstühle unzählige Hilfsmittel anfordern. Dazu zählen: Rollstuhlklingeln, breitenverstellbare Armlehnen, Aufsitzhilfen, einen Speichenschutz und Einkaufstaschen oder Netze, um Ihre Einkäufe zu transportieren, um nur einige zu nennen.

In welchen Fällen wird die Finanzierung eines Elektrorollstuhls von den Krankenkassen übernommen?

Elektrische Rollstühle sind als Hilfsmittel gelistet und werden von der Krankenkasse bezahlt. Dies bedeutet: Erfüllen Sie die geforderten Voraussetzungen, müssen Sie im Normalfall einzig und allein eine Zuzahlung von maximal zehn Euro eigenständig finanzieren. Diese sind:

1. Rezept vom Arzt:

Elektro-Rollstühle werden von den Krankenkassen bezahlt, wenn eine ärztliche Verordnung oder ein ärztliches Rezept vorliegt. Inhalt muss sein, weshalb Sie auf einen E-Rollstuhl angewiesen sind und welche Art von Elektrorollstuhl für Ihre Zwecke benötigt wird. Wichtig: Damit Sie sich keine Sorgen um eine Bezuschussung durch Ihre Krankenkasse machen müssen, sollten die Ausführungen auf dem Rezept so genau und ausführlich wie möglich sein.

2. Ärztliche Bescheinigung:

Darüber hinaus verlangen die Krankenkassen eine Bescheinigung Ihres behandelnden Arztes, dass Sie überhaupt in der Lage sind, einen elektrischen Rollstuhl zu fahren.

3. Kostenvoranschlag:

Suchen Sie ein Fachgeschäft auf und lassen Sie sich beraten. Damit ein elektrischer Rollstuhl in sämtlichen Bedürfnis-Kategorien Ihren Ansprüchen entspricht und im vollen Maß zu Ihnen passt, sollten Sie Ihr neues Hilfsmittel unbedingt Probe fahren! Haben Sie sich für ein passendes Modell entschieden wird vom Arzt die entsprechende Hilfsmittelnummer des Elektrorollstuhls auf dem Rezept vermerkt und bei der Krankenkasse eingereicht. Wird Ihr Antrag von der Krankenkasse bewilligt, können Sie mit der Bestätigung ein Sanitätshaus aufsuchen und Ihren Elektro-Rollstuhl über den Bestell-Service anfordern. Die Lieferung erfolgt durch den Hersteller oder das Sanitätshaus. Extra-Kosten, die Ihr Konto belasten, kommen, außer der bereits erwähnten Zuzahlung keine auf Sie zu. Auch die Kosten für die jährliche Wartung sowie Reparaturen werden von der Krankenkasse bezahlt.

Gut zu wissen: Kommt es zu der Situation, dass Ihr Antrag von der Krankenkasse abgelehnt wird, kommt es zur Prüfung durch den medizinischen Dienst. Er entscheidet dann, ob eine Notwendigkeit besteht und ob Ihre Krankenkasse die Kosten für Ihren elektrischen Rollstuhl übernehmen muss. Das die Krankenkassen sich querstellen, ist aber selten der Fall. Passieren kann dies, wenn die Ansprüche des Antragstellers das medizinisch notwendige Maß überschreiten. Eine gute Option wäre es dann eine Mischfinanzierung anzustreben, bei der die Krankenkasse die Kosten für ein Standard-Modell übernimmt und Sie als Nutzer den Aufpreis aus eigener Tasche finanzieren.

Was sollte man vor der Anschaffung eines Elektrorollstuhls beachten!

Elektrische Rollstühle gibt es für die verschiedensten Bedürfnisse, in den unterschiedlichsten Ausführungen und von diversen Herstellern. Sie garantieren kranken Personen und körperlich beeinträchtigten Menschen wie unter anderem Senioren mehr Mobilität, Beweglichkeit, Reichweite und erhöhen die Lebensqualität. Fakt ist: Der perfekte Elektrorollstuhl ist der, der zum Nutzer und seinen Bedürfnissen passt. Damit Sie am Ende des Tages in den Genuss eines passenden Hilfsmittels kommen, sollten Sie sich also im Voraus folgende Fragen beantworten:

  • Wo kommt der Elektrorollstuhl zum Einsatz? Benötigen Sie das Hilfsmittel hauptsächlich im Innenbereich, im Außenbereich oder möchten Sie ihn in beiden Bereichen nutzen?
  • Welche Reichweite soll das favorisierte Modell haben? Muss Ihr Elektrorollstuhl häufig Steigerungen bewältigen oder auf unvorteilhaften Untergründen fahren?
  • Soll der elektrische Rollstuhl mit der Hand bedient werden oder besteht die Notwendigkeit einer anderen Bedienmöglichkeit?
  • Muss der elektrische Rollstuhl eine Stehfunktion besitzen?
  • Welche baulichen Gegebenheiten herrschen vor? Sind die Türrahmen breit genug, damit Sie jene mit einem Elektrorollstuhl passieren können?
  • Gibt es einen Fahrstuhl zur Wohnung oder einen Treppenlift im Haus?

Bei Unsicherheiten sollten Sie sich nicht scheuen, um Hilfe zu bitten. Kontaktieren Sie den Hersteller oder lassen Sie sich offene Fragen von Ihrem Arzt oder den Fachpersonen vom Sanitätshaus beantworten. Guter Tipp: Besuchen Sie ein Vergleichsportal im Internet! Hier bekommen Sie einen visuellen Eindruck von den verschiedenen Modellen, können vorweg eine Auswahl treffen und den favorisierten Elektrorollstuhl im Anschluss Probe fahren.

Fazit

Elektro-Rollstühle können ein bedeutsames Maß an Mobilität, Beweglichkeit und Lebensqualität leisten. Bereits die größere Reichweite, die Nutzer mithilfe eines Elektrorollstuhls genießen können, ist ein entscheidender Vorteil. Deswegen entscheiden sich ebenfalls Senioren und Menschen, die im Alltag auf einen Rollstuhl angewiesen sind, diesen aber auch manuell bedienen könnten für ein elektrisches Modell. Damit das elektrische Fortbewegungsmittel zum Benutzer passt, muss das favorisierte Modell auf die persönlichen Bedürfnisse angepasst werden. Darum ist es wichtig, dass Sie sich im Voraus Gedanken darüber machen sollten, wo Sie Ihren neuen Elektrorollstuhl hauptsächlich nutzen möchten. Schauen Sie sich die unterschiedlichen Modelle genauestens an und fahren Sie diese Probe. Profitieren Sie von einer professionellen Beratung durch den Hersteller und lassen Sie sich offene Fragen von einer Fachperson oder Ihrem Arzt beantworten. Wichtig ist: Am Ende des Tages sollte der E-Rollstuhl Ihre Ansprüche befriedigen und zu Ihnen passen!

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