Elektromobil für Senioren: Mehr Mobilität & Selbstständigkeit im Alter

Zuletzt aktualisiert:
31.10.2022
Lesezeit:
13 Minuten

Ältere Menschen klagen häufig über Beschwerden in den Gelenken, die ein Zurücklegen weiterer Strecken meistens unmöglich macht. Denn nicht immer liegt der unmittelbarste Supermarkt an der nächsten Ecke und die öffentlichen Verkehrsmittel sind für viele Senioren ebenfalls nicht jederzeit die beste Alternative. Ein Elektromobil für Senioren ermöglicht körperlich eingeschränkten Personen, ihren Alltag unabhängig zu gestalten. Sie gelangen schnell von A nach B und können praktischerweise auch noch ihre Einkäufe oder zusätzliches Gepäck auf dem Seniorenmobil transportieren. Im folgenden Artikel erfahren Sie alles, was Sie über die verschiedenen Arten von Elektromobilen wissen müssen, für wen ein Gefährt wie dieses geeignet ist und was Sie beim Fahren im Straßenverkehr beachten müssen. Zusätzlich gibt es hilfreiche Tipps zur Anschaffung und den Fördermöglichkeiten.

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Modelle

Seniorenmobile sind in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich. Es gibt sie als Ein- oder Zweisitzer sowie mit drei oder vier Rädern bestückt. Folgende Modelle stehen zur Auswahl:

Dreirad-Elektromobile für Senioren

Dreirad-Elektromobile sind schmaler als ein E-Mobil mit vier Rädern. Sie besitzen einen kleinen Wendekreis und werden deswegen gerne in der Wohnung genutzt. Außerdem sind sie leicht zu manövrieren: Auch Türschwellen und Teppichkanten stellen für sie kein Problem dar.

Vierrad-Elektromobile für Senioren

Diese E-Mobile sind schneller als das bereits erwähnte Modell. Zusätzlich sind sie sportlicher und eignen sich aufgrund ihrer größeren Räder auch für das Fahren im Freien sowie im Gelände. Längere Fahrten sind mit ihnen kein Problem.

Elektromobil-Zweisitzer für Senioren

Leben mehr als eine Person im selben Haushalt, die auf ein E-Mobil angewiesen sind oder lieben Sie es, gemeinsam mit einem nahen Bekannten Ausflüge zu machen? Dann sollten Sie sich überlegen einen Elektromobil-Zweisitzer anzuschaffen. Sie eignen sich vor allem für Paare oder enge Freunde, die in derselben körperlichen Verfassung sind und Spaß daran haben, gemeinsam etwas zu unternehmen. Leider sind sie etwas sperriger als die anderen Modelle und benötigen einen größeren Abstellplatz.

Aber nicht nur in der Ausstattung bestehen Unterschiede. Auch hinsichtlich der maximalen Geschwindigkeit können Senioren zwischen verschiedenen E-Mobilen wählen.

  • Elektromobile mit bis zu 6 km/h: Nutzen Senioren ihren fahrbaren Untersatz hauptsächlich in den eigenen vier Wänden oder in der Stadt, sind diese Modelle meistens ausreichend. Zudem ist die Anschaffung mit weniger Kosten verbunden. Eine Versicherung muss für das Bewegen ebenfalls nicht abgeschlossen werden.
  • Elektromobile mit bis zu 15 km/h: Besonders unternehmungslustige Rentner profitieren von den Modellen mit mehr PS. Sie eignen sich aufgrund ihrer stabilen Räder zum Fahren im Gelände und haben eine große Reichweite. Das Zurücklegen von längeren Distanzen ist dadurch für schnellere E-Mobile kein Problem. Für Seniorenmobile mit 15 km/h besteht jedoch eine Versicherungspflicht.

Für wen eignet sich der fahrbare Untersatz?

E-Mobile geben Menschen mit körperlichen Einschränkungen ihre Selbstständigkeit zurück. Zudem unterstützen sie Senioren bei der Bewältigung ihres Alltags und bieten aufgrund der wiedererlangten Mobilität zusätzlich mehr Lebensqualität. Mitmenschen, die aufgrund von Altersschwäche oder einer Gehbehinderung in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt sind, profitieren besonders von den Elektromobilen. Aber ebenfalls bei chronischen Erkrankungen wie unter anderem bei Rheuma oder Arthrose, Muskelschwunderkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie nach einer Operation ist die Anschaffung eines E-Scooters sinnvoll. Senioren können wieder aktiv am Leben teilhaben und ihren Alltag ohne fremde Hilfe gestalten.

Denn nicht nur Einkäufe können ohne Anstrengung und ohne fremde Hilfe selbstständig erledigt werden. Ebenfalls ein Bummel durch die Innenstadt, ein Treffen mit Freunden in einem Lokal zum Kaffee-Klatsch oder längere Ausflüge in die Natur sind wieder möglich. Und dies, ohne Angst haben zu müssen, dass das mobile Gefährt unterwegs stehen bleibt. Die meisten Modelle können, ohne sie zwischendurch aufladen zu müssen, an die siebzig Kilometer zurücklegen. Aber darf eigentlich jeder ein E-Mobil steuern?

Körperliche Voraussetzungen

Einen Führerschein benötigen Senioren zum Steuern von E-Mobilen, die eine maximale Geschwindigkeit von 15 km/h erreichen, nicht. Die Frage nach dem Warum ist schnell erklärt: Elektromobile zählen aufgrund der begrenzten Höchstgeschwindigkeit nicht zu den Kraftfahrzeugen: Sie fallen unter die Rubrik motorisierte Krankenfahrstühle. Jedoch wird vorausgesetzt, dass Nutzer die Straßenverkehrsregeln kennen. Außerdem müssen sie körperlich sowie geistig dazu in der Lage sein, am Straßenverkehr teilzunehmen, ohne andere Verkehrsteilnehmer aufgrund Ihres Verhaltens und der Fahrweise zu gefährden. Das Ein- und Aussteigen muss ebenfalls selbständig bewältigt werden können.

Welche Vorschriften müssen Senioren beim Fahren beachten?

Elektromobile sind elektrische Fortbewegungsmittel, deren Nutzung im Straßenverkehr bewilligt ist. Sie sind für eine optimale Fahrsicherheit mit Licht, Spiegel, Blinker, Reflektoren und Hupe ausgestattet und erlauben es dem Nutzer, sich gleich wie mit einem Kraftfahrzeug bemerkbar zu machen. Sie können im Gelände, auf Rad- und Fußwegen sowie auf der Straße gefahren werden. Damit andere Verkehrsteilnehmer nicht behindert werden, ist es ratsam, mit Seniorenmobilen mit einer maximalen Geschwindigkeit von 6 km/h auf dem Gehweg oder dem Seitenstreifen zu fahren. Für schnellere Modelle gilt: Werden sie auf der Straße bewegt, müssen sich Senioren an die gesetzlichen Verkehrsregeln halten. Beim Fahren in Einkaufszonen, auf Fußgängerwegen sowie in Innenräumen sollte Schrittgeschwindigkeit gefahren werden.

Versicherung, Zulassung & Betriebserlaubnis

Für Seniorenmobile mit einer Höchstgeschwindigkeit von 15 km/h müssen Nutzer keine Fahrerlaubnis und Zulassung vorweisen. Ein amtliches Kennzeichen muss somit nicht beantragt werden.

Anders sieht dies jedoch bei der Betriebserlaubnis aus. Sie bescheinigt, dass das Gefährt den nationalen Bauvorschriften entspricht und im öffentlichen Verkehr bewegt werden darf. E-Mobile bis zu 6 km/h benötigen keine Zulassung. Schnellere Seniorenmobile hingegen schon. Somit müssen Nutzer einen gültigen TÜV-Nachweis in Form eines Stempels durch die Zulassungsstelle vorweisen können. Gut zu wissen: Fragen Sie den Hersteller, ob er Ihnen die allgemeine Betriebserlaubnis beim Kauf eines Elektromobils zur Verfügung stellt. Somit müssen Sie sich nicht selbst darum kümmern.

So ähnlich läuft es bei der Kraftfahrzeugversicherung ab. Fährt Ihr Elektromobil nicht schneller als 6 km/h, besteht keine Versicherungspflicht. Senioren, die sich für ein flotteres Modell entscheiden, benötigen ein Versicherungskennzeichen, welches gut sichtbar am hinteren Teil des Gefährts angebracht wird. Abhängig von der Versicherung müssen Sie mit jährlichen Kosten zwischen 48 und 65 Euro rechnen.

Kosten

Die Auswahl an Elektromobilen ist groß. Dementsprechend variieren auch die Preise. Einfache Modelle gibt es bereits ab 1.200 Euro. Senioren, die auf der Suche nach einem Elektromobil mit einer größeren Reichweite und einer komfortablen Ausstattung sind, müssen abhängig vom Hersteller mit Kosten zwischen 5.000 und 9.000 Euro rechnen. Neben dem einmaligen Anschaffungspreis und den bereits erwähnten Ausgaben für die Versicherung fallen noch folgende Zusatzkosten an:

  • Batterie/Akku: Bei tagtäglicher Ladung sollten Sie Kosten zwischen 10 und 30 Euro pro Monat einplanen.

Reparaturen & Ersatzteile: Die Kosten dafür gestalten sich unterschiedlich. Abhängig vom Alter des E-Mobil und der ihm zugeteilten Pflege sind sie individuell verschieden.

Fördermöglichkeiten: Werden sie von den Krankenkassen bezuschusst?

Elektromobile zählen zu den gelisteten Hilfsmitteln für eine verbesserte Mobilität. Wird bei Menschen eine medizinische Notwendigkeit festgestellt, kann der Hausarzt ein Rezept für ein E-Mobil als Sonderform von Elektrorollstühlen ausstellen. Eine ärztliche Verordnung ist wichtig: Denn ohne sie übernimmt die Krankenkasse keinen Cent! Aber auch mit einem Rezept werden nicht alle Modelle von den Kassen bezuschusst. Damit das Seniorenmobil am Ende nicht aus der eigenen Tasche bezahlt werden muss, sollten Sie bei der Auswahl folgende Dinge beachten:

  1. Der favorisierte E-Scooter muss im Hilfsmittelregister gelistet sein und eine entsprechende Hilfsmittel-Nummer haben. Am besten Sie informieren den Anbieter bereits im Voraus, dass Sie im Besitz einer ärztlichen Verordnung sind und das Sie ausnahmslos an Seniorenmobilen mit einer Hilfsmittelnummer interessiert sind.
  2. Ebenfalls die maximale Geschwindigkeit entscheidet darüber, ob die Krankenkassen zahlen. Wichtig: Die Kassen bezuschussen ausschließlich Modelle mit einem maximalen Tempo von 6 km/h. Elektromobile, die schneller sind, gelten nicht mehr als Hilfsmittel und müssen vom Nutzer selbstständig finanziert werden.

Nicht nur das Hilfsmittel an sich wird von der Krankenkasse bezuschusst. Auch die Stromkosten von elektrischen Hilfsmitteln werden von der Krankenkasse übernommen. Dafür müssen Versicherte einen Antrag beim Versicherer stellen. Wie hoch die Bezuschussung ausfällt, ist abhängig von der Krankenkasse. Einige erstatten einen monatlichen Pauschalbetrag und andere akzipieren die individuell anfallenden Stromkosten. Gut zu wissen: Sie haben die Möglichkeit, Ihre Stromkostenrückerstattung bis zu vier Jahre rückwirkend geltend zu machen.

Voraussetzungen für ein Elektromobil auf Rezept

Eines vorweg: Damit die Krankenkassen die Kosten für einen E-Scooter übernehmen, muss kein Pflegegrad vorliegen! Damit ein Arzt ein Rezept für ein Elektromobil ausstellt, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Der Gebrauch eines Elektro-Mobiles beugt beim Patienten eine Behinderung vor, mildert sie oder gleicht sie aus.
  • Die körperlichen Beeinträchtigungen des Antragstellers sind so eingeschränkt, dass er seinen Alltag ohne das Elektromobil in den eigenen vier Wänden und draußen nicht mehr selbstständig bewältigen kann.
  • Die körperlichen Einschränkungen des Nutzers sind so massiv, dass ein Standard-Rollstuhl, Rollatoren oder andere Hilfsmittel nicht mehr ausreichen, um eine entsprechende Mobilität zu gewährleisten.
  • Die geistigen und körperlichen Fähigkeiten müssen es dem Nutzer erlauben, ein Elektromobil selbstständig zu steuern.
  • Es muss die Möglichkeit bestehen, dass das Elektromobil in einer sicheren Unterstellmöglichkeit wie beispielsweise in einer Garage eingestellt werden kann. Dies wird ebenfalls von der Versicherung gefordert.

Welches Elektromobil passt zu mir und worauf muss man beim Kauf achten?

Die Elektromobil-Anschaffung will gut überlegt sein. Die Auswahl ist groß und außerdem unterscheiden sich die einzelnen Modelle ebenfalls in der Ausstattung und im Preis. Deswegen ist es ratsam, sich vorweg ein paar Gedanken darüber zu machen, welche Ansprüche das neue Fahrzeug erfüllen sollte. Folgende Produkt-Kategorien sollten vor dem Kauf geklärt werden:

Höchstgeschwindigkeit: E-Mobile mit einer Höchstgeschwindigkeit von 6 km/h und 15 km/h sind bei der GKV als Hilfsmittel gelistet. Für welche Ausführung Sie sich entscheiden sollten, hängt von Ihren individuellen Bedürfnissen ab. Möchten Sie mit dem E-Mobil weitere Strecken zurücklegen und häufig in unebenem Gelände nutzen, sind die schnelleren Modelle die bessere Wahl. Wohnen Sie in der Stadt und benötigen das Seniorenmobil vor allem für kürzere Distanzen wie beispielsweise zum Einkaufen oder in den eigenen vier Wänden, dann ist ein Seniorenmobil mit 6 km/h das Richtige für Sie.

Reichweite: Für kürzere Fahrten ist eine Reichweite von 12 Kilometern im Großen und Ganzen ausreichend. Damit Sie sich sicher sein können, dass Sie bei einer Planänderung unterwegs nicht stehen bleiben, raten wir Ihnen, ein Elektromobil mit einer Reichweite von 30 Kilometern zu wählen. Gehören Sie zu jenen, die gerne längere Ausflüge unternehmen, sind E-Scooter mit einer Reichweite von 60 Kilometern die perfekte Wahl. Übrigens: Achten Sie darauf, dass sich die Akkus über Nacht vollständig laden lassen.

Optimale Tragfähigkeit: Nicht jedes Modell ist in hohem Maße belastungsfähig und für übergewichtige Personen konzipiert. Abhängig von Ihren individuellen Ansprüchen sollten Sie sich beim Anbieter über die Tragfähigkeit des favorisierten Elektromobils erkundigen. Übrigens: Das Körpergewicht wirkt sich ebenfalls auf die Reichweite des E-Mobiles aus.

Motor/Räder: Möchten Sie mit dem Elektromobil längere Strecken zurücklegen und planen Sie Ausflüge in die Natur, dann sollten Sie darauf achten, dass das Gefährt einen leistungsstarken Motor besitzt. Auch die Räder sollten für Aktivitäten wie diese stabiler und breiter sein als wie für Modelle, die hauptsächlich in der Stadt und in Innenräumen genutzt werden.

Komfort: Ist Ihnen ein entsprechender Komfort wichtig, sollten Sie beim Kauf darauf achten, dass das Elektromobil eine Vollfederung sein Eigen nennt. Ebenso ein bequemer und drehbarer Sitz, der einen einfacheren Einstieg garantiert, ist empfehlenswert. Achten Sie ebenfalls darauf, dass die Armlehnen gepolstert sind. Besonders auf längeren Ausflügen werden Sie diese zusätzliche Annehmlichkeit zu schätzen wissen.

Transportabilität: Für Senioren, die viel unterwegs sind und mit dem Auto auf Reisen gehen, sind klappbare und zerlegbare Modelle eine gute Wahl. Sie lassen sich perfekt im Kofferraum verstauen und garantieren Elektromobilität im Urlaub und auf Tagesausflügen. Leider werden zusammenklappbare E-Mobile von den Krankenkassen nicht bezuschusst.

Steigfähigkeit: Auch die Steigfähigkeit sollte in die Kaufentscheidung miteinfließen. Besonders Personen, die mit ihrem Elektromobil viel unterwegs sind und auf Ausflügen in der Natur des Öfteren Steigungen bewältigen müssen, werden sie zu schätzen wissen. Seniorenmobile haben eine Steigfähigkeit zwischen zehn und einundzwanzig Prozent. Dies bedeutet, dass wenn ein Elektromobil eine 10%ige Steigerung besitzt, der Nutzer nach einhundert Metern einen Anstieg von zehn Metern bewältigt hat.

Bodenfreiheit: Damit Sie mit dem Elektromobil kleine Unebenheiten am Boden ohne Probleme überwinden können, sollte der Abstand zwischen dem Fahrzeug-Boden und dem Erdboden genügend hoch sein. Abhängig vom Modell können Nutzer zwischen einer Bodenfreiheit von 6 bis 14 Zentimeter wählen.

Guter Tipp: Bevor sie sich für einen Seniorenscooter entscheiden, sollten Sie immer den Service einer ausführlichen Beratung nutzen. Machen Sie eine Probefahrt. Testen Sie mehrere E-Mobile und prüfen Sie, ob das Gefährt Ihren Ansprüchen entspricht.

Akkupflege beim Elektromobil: Darauf sollte man achten!

Damit Senioren sich lange an ihrem Elektromobil erfreuen können, sollten bezüglich der Batterie einige Dinge beachtet werden. Fakt ist: Mit der richtigen Akku-Pflege erhöhen Sie die Lebensdauer ihrer Batterie! Damit Ihnen dies gelingt, haben wir ein paar hilfreiche Tipps für Sie!

  1. Achten Sie darauf, dass Sie die Batterie erst dann wieder zu einhundert Prozent laden, wenn sie vollkommen entladen ist. Halten Sie sich daran und führen diese Routine circa zehn Mal durch, erhöhen sie die Lebensdauer und sorgen gleichzeitig für ein besseres Batterievolumen. Nicht nur ältere Modelle, sondern ebenfalls moderne Akkus profitieren von diesem Vorhaben. Haben Sie das Elektromobil dann einige Zeit im Gebrauch und es ist eingefahren, können Sie es unabhängig vom Akkustand ans Stromnetz anschließen. Gut zu wissen: Sie müssen sich keine Sorgen machen, dass Sie die Batterien überladen. Das Ladegerät ist so konzipiert, dass es bei vollständiger Ladung den Auflade-Vorgang beendet.
  2. Kälte beeinflusst die Kapazität jeder Batterie. Achten Sie darauf, dass das Elektromobil nicht über Monate an einem unbeheizten Ort steht.

Sollten die Batterien Ihres E-Scooter mit der Zeit schwächen, sollten sie durch neue Akkus ersetzt werden. Wichtig: Für mehr Sicherheit im Straßenverkehr muss eine regelmäßige Wartung des Elektromobils stattfinden!

Welches Zubehör ist sinnvoll?

Zubehör gibt es für E-Scooter im Überfluss. Aber welches ist notwendig und macht Sinn? Damit Sie nicht den Überblick verlieren und die richtige Auswahl treffen, möchten wir Ihnen das wichtigste Zubehör etwas näher vorstellen.

Faltgaragen & Abdeckungen

Haben Sie nicht die Möglichkeit, das Elektromobil geschützt vor Witterungseinflüssen im Haus oder in der Wohnung unterzubringen, müssen Sie sich auf die Suche nach einer Alternative begeben. Abdeckungen (ab 30 Euro) sind preisgünstiger als Faltgaragen (ab 500 Euro). Ebenfalls benötigen sie weniger Platz. Achten Sie darauf, dass Sie die richtige Passform für das Elektromobil kaufen.

Taschen, Körbe & Boxen für den Einkauf

Damit Sie beim Einkaufen oder auf einem Ausflug mit Freunden alles gut verstauen können, ist es sinnvoll den E-Scooter dementsprechend auszurüsten. Folgende Möglichkeiten gibt es:

  • Taschen: Armlehnen- oder Lenkertaschen, Rückenlehnentaschen
  • Körbe: Front- oder Heckkörbe
  • Boxen: Abschließbare Heck- oder Wertsachenboxen

Zubehör zum Schutz vor Regen & Kälte

Um sich vor ungemütlichen Witterungsverhältnissen zu schützen, eignet sich dieses Seniorenmobil-Zubehör:

  • Wickeldecke / Beinschutz
  • Allwetter-Regencape
  • Sitzabdeckungen
  • Regen- und Wetterdach
  • Schlupfsack für die Beine
  • Nierenwärmer

Halterungen für Rollator & Co.

In ihrer Mobilität eingeschränkte Mitmenschen benötigen auch für kurze Wege ein passendes Hilfsmittel. Damit es sicher am Elektromobil befestigt werden kann, eignet sich unter anderem eine Rollatorhalterung oder ein praktischer Stockhalter.

Zusätzliches Sicherheitszubehör

Besonders gebrauchte Modelle oder jene zum Mieten sind nicht immer mit dem passenden Sicherheitszubehör ausstaffiert. Für mehr Fahrsicherheit raten wir Ihnen, das Seniorenmobil mit folgendem Zubehör auszustatten:

  • Sicherheitsgurt
  • Stoßfänger
  • Beleuchtungsset (Scheinwerfer und Rücklichter) für ausreichend Licht
  • Rückspiegel

Gut zu wissen: Gelistete Zubehör-Artikel werden von der Krankenkasse bezuschusst.

Elektromobile vs. Elektrorollstühle: Unterschiede

E-Scooter sind mit einem Lenker ausgestattet, mit dem der Nutzer sein Gefährt sicher und bequem steuern kann. Sind Senioren in ihrer Greiffähigkeit eingeschränkt, ist ein elektrischer Rollstuhl, der mit einem Schalthebel manövriert wird, eindeutig die bessere Wahl. Denn der Schaltknüppel ist bei den meisten Modellen auf der Armlehne angebracht und erlaubt es dem Senior, den Elektrorollstuhl ohne Kraftaufwand zu lenken.

Ein weiterer Faktor, der bei der Entscheidung ins Gewicht fällt, ist die Größe. Ein Senioren-Elektromobil ist eindeutig voluminöser und dementsprechend schwerer als ein Elektrorollstuhl. Aufgrund dessen sind sie nur bedingt für den Gebrauch im Innenbereich geeignet. Elektrorollstühle hingegen eignen sich aufgrund ihrer Kompaktheit für den Innen- und Außenbereich. Jedoch verfügen sie über eine minimalere Reichweite. Bei der Geschwindigkeit bieten Seniorenmobile und Elektrorollstühle dieselbe Elektromobilität: Die einzelnen Modelle haben eine Höchstgeschwindigkeit von sechs oder fünfzehn Kilometer pro Stunde und garantieren eine gute Fahrsicherheit.

Fragen Sie sich, welches Hilfsmittel für Sie das Bessere ist, dann können wir Ihnen anhand unserer Erfahrung Folgendes raten. Ist die hilfsbedürftige Person in der Bewegungsfreiheit so weit eingeschränkt, dass das Zurücklegen von kürzeren Strecken bereits mit großen Anstrengungen verbunden ist, dann ist ein Elektrorollstuhl die bessere Wahl. Aufgrund des kleineren Wendekreises lassen sie sich in engeren Räumen einfacher navigieren. Möchte der Nutzer seinen elektrischen Rollstuhl auch draußen nutzen, ist dies ebenfalls kein Problem: Denn sie sind für den Innen- und Außenbereich erhältlich.

Für Senioren, die in ihrer Mobilität weniger eingeschränkt sind und im eigenen Zuhause keinen Rollstuhl benötigen, aber Probleme haben, längere Strecken zu bewältigen, sind E-Mobile-Scooter hingegen wie gemacht.

Neu, gebraucht oder mieten: Welche Option ist die Beste?

Senioren, die nicht im Besitz einer ärztlichen Verordnung sind, aber trotzdem nicht auf den Luxus eines E-Scooters verzichten möchten, haben die Wahl, sich ein Seniorenmobil neu oder gebraucht zu kaufen. Auch eine Miete ist möglich. Diese Vor- und Nachteile gibt es:

Seniorenmobil neu kaufen: Der Anschaffungspreis ist hoch. Dafür können Sie sich aber sicher sein, dass Sie ein intaktes Senioren-Elektromobil von einem professionellen Anbieter erwerben und der Garantie-Service gewährleistet ist.

E-Scooter gebraucht kaufen: Die Kosten für ein gebrauchtes Modell sind niedriger. Erwerben Sie ein Elektromobil im Internet, können Sie sich aber nicht sicher sein, dass das Gefährt frei von Mängeln ist. Private Anbieter geben Ihnen ebenfalls keinen Garantie-Service. Die Versand-Kosten sind abhängig vom Verkäufer unterschiedlich.

Senioren-Scooter mieten: Eine Miete lohnt sich nur, wenn Sie das Elektromobil ab und an nutzen. Ansonsten ist diese Kaufalternative mit zu hohen Kosten verbunden.

Fazit

Senioren, die aufgrund ihrer körperlichen Verfassung nicht mehr in der Lage sind wie gewohnt ihren Alltag zu bewältigen, erhalten mit einem Elektromobil ihre Mobilität zurück. Erhältlich sind die Gefährte in verschiedenen Ausführungen und können zusätzlich individuell mit weiterem Zubehör ausgestattet werden. Senioren, die im Besitz einer ärztlichen Verordnung sind, werden bei einigen Modellen von der Krankenkasse bezuschusst. Es ist ratsam, sich vor dem Kauf ausführlich beraten zu lassen und das Seniorenmobil ausführlich zu testen.

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